„Extrem befriedigend“
Beliebt ist in Amerika die Montage von Verstärkern, Tunern, Lautsprechern und Musikschränken aus Bausätzen – so genannten „Kits“.
Rund 35 bis 40 Prozent der Kosten für ein Fertiggerät lassen sich mit geschickten Händen einsparen. US-Hersteller wie Eico, Fisher, Grommes und Scott bieten Modelle in dieser Form an.

Karton für den Selbstzusammenbau eines Verstärkers der Fisher Radio Corporation unter dem Markennamen „StrataKit“
Die Baukästen beinhalten alles, was man zur Selbstmontage braucht. Selbst Lötzinn wird von den Herstellern mitgeliefert.
Äußerlich gleichen die Selbstbau-Geräte von Fisher bis auf die unterschiedliche Modellbezeichnung den Fertiggeräten


Qualitativ an der Spitze liegen die Bausätze für die Citation-Serie von Harman Kardon. Die technische Daten der Citation-Vorstufe in Leiterplatten-Technik genügen auch nach dem Zusammenbau durch Laien höchsten Ansprüchen
Die führenden Elektronik-Versandhäuser der USA sind mit ihren preiswerten Hausmarken auf dem Sektor unterwegs – Allied mit Knight und Radio Shack mit Realistic.
Selbstbau-Plattenspieler und Arme
Audax, Fairchild, Gray, Rek-O-Kut, Weathers und auch Thorens haben in Amerika Plattenspieler zum Selbstzusammenbau im Programm.
1958 bringt Rek-O-Kut ein Laufwerk als Bausatzmodell mit der Bezeichnung K-33 auf den Markt. Mit Rücksicht auf den Zusammenbau durch Laien ist es einfach konstruiert. Es hat nur die Drehzahl 33 ⅓ U/min für Langspielplatten und benötigt folglich kein Getriebe.
„Was dabei entsteht, ist ein erstklassiger Plattenspieler, sowohl für Mono- als auch für Stereo-Anlagen“, schreibt Norman Eisenberg in der Zeitschrift Modern Hi-Fi. „Wer den Karton öffnet, ist von der offensichtlich hohen Qualität des Inhalts beeindruckt. Kleine, klar beschriftete Plastikbeutel enthalten alles Notwendige für die Montage. Sämtliche Teile passen wie vorgesehen zusammen.“
Das sorgfältige Studium der Anleitung und die Identifikation der Einzelteile dauert nach Erfahrung des Autors weniger als eine Viertelstunde. Alle Montageschritte werden von leicht verständlichen Zeichnungen begleitet und geben so keine Rätsel auf. Kabelklemmen ersparen das Spleißen der Kabelenden und jedwede Lötarbeiten. Farbig markierte Verbindungen lassen ebenfalls keine Fragen aufkommen.

Zur Komplettierung des Nachfolgemodells benötigt der Selbstbauer 1960 ebenfalls nur einen Schraubenzieher
„Ich brauchte für Zusammenbau und Justierung des Laufwerks weniger als eineinhalb Stunden“, fasst Eisenberg zusammen. „Für einen blutigen Laien, dessen bisherige größte technische Leistung aus dem Verbinden des Phonokabels mit dem Verstärker bestand, ist der Erfolg extrem befriedigend. Als ich den Plattenspieler mit dem Stromnetz verband, begann der Teller lautlos zu laufen. Ein kleiner Dreh noch an der Stellschraube zur Feinjustierung der Geschwindigkeit – fertig war die Arbeit!“
„Zusammenbau ohne besonderes Werkzeug in einer halben Stunde“ – damit warb auch Thorens für sein eintouriges Selbstbau-Modell TDK 101

Man glaubt es kaum – selbst Tonarme gab es in den Vereinigten Staaten zum Zusammenbau durch den Besitzer.

Für den Zusammenbau der Audax-Tonarme KT-12 und KT-16 benötigt der Laie nur eine Viertelstunde – und spart damit die Hälfte des Preises der Fertigversion. Auch hier genügt zur Montage ein Schraubenzieher als Werkzeug
Audax (auch „Audak“ geschrieben) ist seit 1957 ein Tochterunternehmen von Rek-O-Kut. Der Hersteller von Studiotonarmen in New York bietet sein Modell KT-12 und die lange Ausführung KT-16 als Alternative zum Fertigtonarm als Bausatz an.
Ob der Audax KT-12 auf meinem Thorens TD 121 ein Fertigmodell ist oder aus einem Baukasten zusammengesetzt wurde, weiß ich nicht. Äußerlich sieht man ihm das nicht an

Do-it-yourself mit Audiocraft
Publizistisch begleitet wird das Do-it-yourself-Fieber in Amerika von einem Selbstbau-Magazin und mehreren Fachbüchern. Im November 1955 erscheint die erste Ausgabe der Zeitschrift Audiocraft, die sich der aufkommenden Selbstbau-Bewegung bei HiFi-Geräten verschreibt.
Chefredakteur Roy F. Allison steuert eine zwölfteilige Serie über Grundlagen der HiFi-Elektronik zum Inhalt bei. David Hafler beschreibt die Restaurierung eines der in den USA legendären Williamson-Verstärker, Paul W. Klipsch beschäftigt sich mit Impedanzfragen bei Mehrweg-Lautsprechern und Edgar M. Villchur diskutiert die Vor- und Nachteile verschiedener Gehäuseformen.
Star-Autor ist Joseph Marshall mit seiner Artikelserie „The Grounded Ear“, in der er den Lesern Einsichten in die sich rasch entwickelnde Audiowelt vermittelt und die neuesten und interessantesten HiFi-Geräte vorstellt.

Mit gründlich recherchierten, gut geschriebenen Beiträgen illustrer Fachleute gewinnt Audiocraft eine treue Leserschaft. Als das Periodikum unter neuem Eigentümer mit dem HiFi-Magazin High Fidelity fusioniert, muss die Selbstbauzeitschrift nach nur drei Jahren ihr Erscheinen einstellen. Dies, obwohl das Do-It-Yourself-Fieber bei HiFi-Geräten in Amerika eigentlich erst begonnen hat und bis zur Invasion der Japaner gegen Ende der 1960er Jahre anhält
Im Jahr 2001 wurden alle 37 Ausgaben von Audiocraft als opulenter dreiteiliger Paperback-Nachdruck reproduziert, der rasch vergriffen war. Dies trotz des Preises von 50 Dollar je Band, der bescheidenen Druckqualität und des Mankos, dass die farbigen Titel der historischen Zeitschriften nicht reproduziert sind.
Auch mehrere Ratgeber zum Selbstbau von HiFi-Geräten sind in den USA erschienen. Im Bild die legendäre Citation-Kombi von Harman Kardon. Die Endstufe arbeitet mit vier Pentoden KT-88


Lautsprecher sind die am häufigsten selbst gebauten Komponenten einer HiFi-Anlage. Diese Broschüre von Boxen-Hersteller Jensen zeigt wie’s geht
Häufiger als Bausatz denn als Fertiggerät werden die Tuner und Verstärker der 1955 von David Hafler und Ed Laurent gegründeten Firma Dynaco in Philadelphia gekauft.
Millionen von Amerikanern mit schmalem Geldbeutel verhelfen „Dynakits“ zu high-fidelem Klanggenuss


Bekanntestes Produkt von Dynaco ist die seit 1959 erhältliche, mehr als 350000mal (!) verkaufte Endstufe Stereo 70
Die Dynaco Stereo 70 arbeitet – wie auch der Kraftverstärker 8 b von Marantz und die Mono-Endstufe 250 von H.H. Scott – mit den bewährten Leistungsröhren 6CA7 (EL 34)


Angesteuert wird die Stereo 70 von der Röhrenvorstufe PAS-3. Wie die Vorstufen Model 7 von Marantz und C 22 von McIntosh hat auch die PAS-3 kanalweise getrennte Regler für Höhen und Tiefen – ohne die sonst üblichen Rutschkupplungen
Erfolgsgeheimnis von Dynaco sind die vorgefertigten, einfach zu montierenden Leiterplatten. Bei den Bausätzen der Konkurrenz muss der Käufer die Teile selbst zusammensetzen und testen.
Vorstoß in die höchste Klasse
Schließlich wird das Do-it-Yourself-Thema so dominant, dass Fisher selbst seine größte Stereo-Endstufe, die legendäre SA-1000, alternativ zum Fertiggerät als Bausatz anbietet. Die Bezeichnung dafür lautet Fisher K-1000 Stratakit.
„Dieser Kraftverstärker ist jeder Anforderung gewachsen, selbst in großen Sälen und Theatern“, versichert Fisher in einem Informationsblatt

Das Testlabor der US-Zeitschrift Audio benötigt für den Zusammenbau der K-1000 insgesamt 14 konzentrierte Arbeitsstunden. Besonders gefällt dem Testingenieur die ungewöhnlich ausführliche, anschauliche Anleitung:
„Zu Beginn jeden Bauabschnitts erfolgt die genaue Information, was dabei erreicht werden soll und in manchen Fällen sogar die Begründung dafür. Aufwendige Schritte sind mit der Warnung versehen, sie nur bei ausreichendem Zeitbudget anzugehen. Außerdem schimmert in den Beschreibungen Humor durch, was uns gut gefiel und die Arbeit erleichterte.“
Beim Hörvergleich zwischen Selbstbau- und Fertiggerät ergeben sich keine Unterschiede. „Sie können den Zusammenbau genauso gut wie die Arbeiterinnen in der Fisher-Fabrik bewältigen“, so das Fazit, „und dabei stolze 50 Dollar sparen.“
Luxus als Bausatz
H.H. Scott kann es sich sogar leisten, seine große Vor- und Endstufenkombination nur als Kit anzubieten. Man muss sich das mal vorstellen – Geräte der Spitzenklasse zum Selbstbau!
Der Vorverstärker LC-21 – wie alle Bausatzmodelle von Scott mit schwarzer Front – ist von 1961 bis 1963 im Programm. Breiten Raum im Test der LC-21 (High Fidelity 2/1963) nimmt der ergänzende Erfahrungsbericht über den Zusammenbau ein.
Unter der Überschrift „How It Went Together“ schreibt die Zeitschrift: „Wie andere Scott-Bausätze ist auch derjenige der LC-21 äußerst sorgfältig konzipiert. Die Fertigstellung der Vorstufe sollte auch dem ungeschicktesten Tölpel gelingen.“

„Als Muster an Klarheit“, so High Fidelity, „empfanden wir die Bauanleitung. Sämtliche Arbeitsschritte werden von farbigen, dreidimensionalen Grafiken begleitet, die zeigen, welche Komponenten wohin montiert werden müssen. Die Teile selbst sind in Gruppen zusammengefasst – genau in der Reihenfolge, in der sie beim Zusammenbau benötigt werden.“ Selbst Farbenblinde fänden die benötigten Widerstände, da deren elektrische Werte zusätzlich auf dem Karton aufgedruckt sind.
Wie die meisten Verstärkerdesigns erfordert auch die LC-21 auf der Geräte-Unterseite Punkt-zu-Punkt-Verdrahtung in eng umgrenzten Arbeitsabschnitten. „Aber die Anleitung führt sicher durch diese Klippen und signalisiert auch, wenn der Stress wieder vorbei ist.“
Selbstbauer bei der konzentrierten Arbeit mit seinem Scott-Baukasten. Eine scheinbar interessierte weibliche Seite im Hintergrund ist in Anzeigen damals obligatorisch

Bauteile wie Anschlusslaschen, Röhrensockel und Steckleisten sind auf dem Chassis vorinstalliert, die meisten Kabelverbindungen auf die erforderliche Länge zugeschnitten. „Wir waren imstande“, so High Fidelity, „die Vorstufe in rund 18 Arbeitsstunden ohne Komplikationen zu vervollständigen.“
Bei den anschließenden Messungen hält der zusammengebaute Vorverstärker die propagierten Daten sicher ein, ja er übertrifft sie noch teilweise. Der Frequenzgang ist linealglatt, die harmonischen Verzerrungen sind kaum messbar.
Alles in allem sei die LC-21 eine der besseren am Markt erhältlichen Vorstufen. „Ein problemloses, den Selbstbauer extrem erfüllendes Projekt und ein erstklassiger HiFi-Baustein nach Fertigstellung.“

Beispielhafte Leichtigkeit
Der ergänzende Endverstärker Scott LK-150 wird noch ein Jahr länger – bis 1964 – nur als Bausatz angeboten. Mit 170 Dollar ist er der teuerste Selbstbauverstärker auf dem US-Markt.
Für die hohe Ausgangsleistung von 2 x 60 Watt sinus sorgen vier Beam-Power-Tetroden 6550 im „Coke-Bottle“-Design, die der amerikanische Röhrenhersteller Tung-Sol 1955 basierend auf der 6L6 entwickelt hat. So gerüstet konkurriert die Scott LK-150 mit den Endstufen K-1000 von Fisher und der Citation II von Harman-Kardon, die von 1959 bis 1962 alternativ zum Fertiggerät ebenfalls als Bausatz erhältlich ist.
Leistungsmäßig, aber auch qualitativ ist die Scott-Endstufe mit ihren Konkurrentinnen in jeder Hinsicht vergleichbar – auch mit der gewaltigen McIntosh 275. Ein Besitzer bezeichnet seine LK-150 gar als „McIntosh-Killer“.

Die LK-150 baut auf einem großen, gut ventilierten Chassis aus Aluminium auf. Es ist dadurch unmagnetisch und hat höhere Leitfähigkeit als das oft verwendete Stahlblech, was sich auf Fremdspannungsabstand und Wärmeabfuhr positiv auswirkt.
Der umschaltbare Eingang bietet Wahlmöglichkeit unter zwei verschiedenen Empfindlichkeiten. Ein Subsonic-Filter schützt die Lautsprecher vor Überlastung. Wie alle großen Endstufen hat auch die LK-150 ein Messinstrument für das Einstellen des Ruhestroms der Leistungsröhren.
Im Test der High Fidelity (Heft 9/1963) liefert die LK-150 pro Kanal 60,5 Watt Dauerton bei einem Kilohertz und Klirrfaktor 0,5 Prozent. Der Höreindruck entspricht den hervorragenden Messergebnissen: „Mit ihren geringen Verzerrungen, den großen Leistungsreserven und dem hohen Rauschabstand eignet sich diese Endstufe für hochwertigste HiFi-Anlagen.“

Scott-Bausatz zum Selbstzusammenbau eines Tuners. Auch dieser Baukasten enthält sämtliche benötigte Teile und eine Anleitung in Form eines Booklets
Während High Fidelity von einer Bauzeit der Endstufe von neun Stunden berichtet, gelingt im Labor der Hi-Fi Stereo Review (Heft 2/1962) der Zusammenbau sogar in nur sechs Stunden.
„Ich habe schon viele Kits zusammengebaut“, so der Testingenieur, „aber die Leichtigkeit, mit der die Fertigstellung der Scott LK-150 gelingt, ist beispielhaft für die gesamte Bausatz-Industrie. Sie gehört in die Reihe der besten, mit KT 88- beziehungsweise 6550-Röhren arbeitenden Kraftverstärker.“
Offenbar sollten auch Eidgenossen in der Schweiz zum Selbstbau angehalten werden, wo der führende HiFi-Händler Egli, Fischer & Co. in Zürich die große Scott-Kombination anbietet. Die Vorstufe LC-21 steht mit 800 Franken, die Endstufe LK-150 mit stolzen 1290 Franken in der Preisliste.
Bauteile aus Militärbeständen
Größter Anbieter von Kits ist die von Edward Bayard Heath gegründete Heathkit Company in Sankt Joseph am Michigansee.

Den Grundstein für den Unternehmenserfolg legt Heathkit nach dem zweiten Weltkrieg mit dem Ankauf großer Mengen an Elektronikteilen aus Militärbeständen.

Verkaufsrenner von Heathkit ist in den 1950er Jahren ein Oszilloskop zum Selbstbau für 39 Dollar
1926 kommt als erstes Produkt von Heathkit aber nicht ein Elektronikbaukasten, sondern das Kleinflugzeug „Parasol“ zum Selbstbau auf den Markt – in dem der Chef einige Jahre später bei einem Testflug abstürzt. Mitte der 1950er Jahre wird Heathkit von der Daystrom Company übernommen.
Hier bespricht ein Paar anhand einer Anleitung den Einbau eines Plattenspielers in einen Montagerahmen. Die selbst gebauten Tuner und Verstärker von Heathkit im Hintergrund sind bereits fest installiert. Der Zehn-Platten-Wechsler könnte ein US-Modell von Glaser-Steers, Voice of Music oder Webcor sein

Als gegen Ende der 1960er Jahre immer mehr Fertiggeräte aus Fernost den Markt überschwemmen, mit denen die US-Bausätze weder preislich noch qualitativ mithalten können, geht Heathkit in Konkurs.

Vorbereitung für den Einbau einer Endstufe in einen Musikschrank. Mancher Selbstbauer raucht bei der Arbeit gern ein Pfeifchen …
In Deutschland ist der Selbstbau zunächst auf elektronische Messgeräte beschränkt. Als Radio Rim in München und der Heathkit-Ableger in Dreieich-Sprendlingen bei Frankfurt auch Bausätze für HiFi-Geräte anbieten, sind sie damit nicht sonderlich erfolgreich.
Grommes, ein kleinerer Hersteller von HiFi-Komponenten aus Franklin Park, Illinois, bezeichnet den Geräte-Selbstbau als Spaß für die ganze Familie

Das Zusammensetzen der Bauteile sei wirklich keine Zauberei, versichert Grommes – und bemüht dabei sein „kleines Genie“ – Aladin und die Wunderlampe


Manch mutiger Selbstbauer empfindet das Do-it-yourself eher als Albtraum – trotz der übersichtlichen Anleitung und aller Versprechen des Herstellers
Auch in Deutschland wird das Selbstbau-Thema aufgegriffen. Über die Beliebtheit der Kits schreibt Werner Ratzki in der Zeitschrift fono forum (Ausgabe 10/1965): „Während bei uns das Radiobasteln mit der Produktion großer Stückzahlen von Industriegeräten gänzlich aus der Mode kam, wurde es von den Amerikanern in anderer Form wieder aufgegriffen.“

Dass die weibliche Seite bei der Selbstmontage interessiert mitarbeitet, entspringt hier der Phantasie des Zeichners
„Die Montagekosten hochwertiger Modelle“, so Ratzki, „machen einen erheblichen Anteil am Verkaufswert aus. Bei ihrer Idee gehen die Hersteller davon aus, dass die Arbeiten, die in der Fabrik von angelernten Kräften durchgeführt werden, per Anleitung auch von jedem durchschnittlich begabtem Amateur zu bewältigen sind.“
Die Kits umfassen sämtliche Einzelteile, von den Komponenten für das Chassis bis zum letzten Widerstand, zur kleinsten Schraube oder Unterlegscheibe. Quasi „nach Kochbuch“ lässt sich ein Hifi-Gerät in genau erklärten Arbeitsschritten zusammensetzen.
Im Bauplan heißt es nicht in der Technikersprache: „Verbinde die Anode der Röhre eins mit der Betriebsspannung durch einen Arbeitswiderstand von 100 kΩ“, sondern: „Man nehme einen Widerstand von 100 kΩ (braun-schwarz-gelb), befestige das eine Ende an Punkt drei des Röhrensockels A, verkürze das andere Ende und lege es an Öse drei der Lötösenleiste eins“

Alles weitere, so Ratzki, sei „ein Kinderspiel“, zumal der Laie auch Hinweise zum richtigen Löten erhält.

Das Löten sei leicht zu erlernen, beteuert Heathkit. In Katalogabbildungen lässt die Firma solche Arbeit von der Dame des Hauses ausführen