Schweizer Präzision – das Konzept

Mit meiner Erfahrung aus der Mitarbeiterkommunikation ging es mir darum, in Schweizer Präzision nicht nur Plattenspieler mit ihren technischen Merkmalen chronologisch darzustellen. Genauso wichtig waren mir die handelnden Personen – es sollte auch „menscheln“ in meinem Werk!

Hier strahlt John Barnwell aus der Nähe von Seattle über den glücklichen Erwerb seines Plattenwechslers Thorens TD 224

Landschaften, die mit den Themen verbunden sind, haben ebenfalls in Schweizer Präzision Eingang gefunden. Aufnahmen von Sainte-Croix zum Beispiel zeigen, in welch wunderschöner Umgebung die Thorens-Belegschaft dem Bau von Plattenspielern nachging.

Arbeiten umgeben von Grün: Thorens-Werk in Sainte-Croix

Schweizer Präzision ist eine anregende Mischung aus Information und Unterhaltung. Wobei an manchen Stellen Humor durchscheint – schließlich fängt das Werk den typischen Zeitgeist der 1950er und 1960er Jahre ein.

Ihre Lebendigkeit verdanken die beiden Bände zahlreichen auflockernden Kästen mit Zusatzinformationen, Kurzportraits, Statements, kleinen Nebenhandlungen und Anekdoten

Ungewöhnlich hoch ist der Bildanteil – etwa 60 Prozent. In Schweizer Präzision erwartet Sie keine „Schreibwüste“ eines versessenen, selbstverliebten Technokraten mit gelegentlich eingestreuten Abbildungen in Briefmarkengröße, im Gegenteil: Oft stand an erster Stelle das Beschaffen groß-flächiger Bilder – erst dann habe ich die Texte dazu verfasst, weshalb die Lektüre von Schweizer Präzision niemals ermüdend wirkt.

„Mir gefallen vor allem Ihre vielen Gespräche mit Zeitzeugen und Thorens-Besitzern“, brachte es ein Leser auf den Punkt. „Trotz der thematischen Beschränkung gibt es immer wieder neue Perspektiven und Abwechslung.“ Käufer berichten, sie hätten sich von der Familie verabschiedet und das Buch an einem einzigen Wochenende ausgelesen – oder gar im Büro darin geschmökert, obwohl sie eigentlich hätten arbeiten sollen. „Der kommt aber nicht mit in den Urlaub“, beschied eine Frau ihrem Mann, als er seinen Schuber auspackte und sie das gemeinsame Besichtigungsprogramm in Gefahr sah.

Hoher Bildanteil: Schweizer Präzision lebt von seiner Vielseitigkeit

Seinen visuellen Reiz verdankt Schweizer Präzision dem Layout eines versierten Grafikers – bei privat finanzierten Büchern keine Selbstverständlichkeit. Meist ist da aus Kostengründen „Do-it-yourself“
angesagt – was man dem Ergebnis dann auch ansieht. Als Designer des Mitgliedermagazins „analog“ der Analogue Audio Associaton hat Udo Beykirch mit der Umsetzung des Plattenspieler- und Tonarm- Themas viel Erfahrung. Besondere Aufmerksamkeit galt dem optischen Aufbereiten der bis zu 70 Jahre alten Vorlagen, die Udo dank digitaler Bildbearbeitung praktisch in den Neuzustand versetzt hat. Niemand zählt die Photoshop-Stunden, die in dieses Projekt geflossen sind! Kein Aufwand, keine Mühe wurde gescheut, die einmaligen historischen Dokumente für Schweizer Präzision aus unzähligen Quellen zu beschaffen und ihnen in dem Werk ihren ursprünglichen Glanz zu verleihen.

Verschmutzt, zerknittert und an den Rändern eingerissen war ursprünglich dieses seltene Prospektmotiv

Gleiche Sorgfalt galt dem Druck der umfangreichen Bücher auf einer Hightech-Druckmaschine des Würzburger Herstellers Koenig & Bauer. Die Produktion besorgte eine auf hochwertigen Buchdruck ausgerichtete Druckerei bei Nördlingen. Den eleganten Schuber aus starkem Karton hat eine darauf spezialisierte Buchbinderei gefertigt.

Offsetdruck auf der KBA Rapida 106 mit fünf Druckwerken 

Vergleich des Druck-ergebnisses mit der Anzeige am Bildschirm

Beim dem „Inpress Control“ genannten Prüfverfahren macht die Druckmaschine von jedem 18. Bogen eine Kontrollaufnahme 

Farbsteuerung der Druckmaschine am Bildschirm 

Druckbeurteilung durch den Buchautor